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Wie man während der Führung sehen kann, richtete Martha das Haupthaus mit sehr viel liebe ein, aber ihre Leidenschaft waren die Gärten. Schon während ihrer Hochzeitsreise besuchten sie viele der berühmten Gärten Europas. So verwundert es nicht, dass sie in ihrem eigenen Garten versuchte das in Europa gesehene umzusetzen. Ihr Gartentagebuch bietet einen wertvollen Einblick in die Geschichte der Bepflanzung und Bewirtschaftung des Gartens. Ihren ersten Eintrag hat sie 1836 und ihren letzten Eintrag im Jahr 1895, ein Jahr vor ihrem Tod im Alter von 87 Jahren, aufgenommen. Dank Marthas Aufzeichnungen war es Catherine Fodren Underwood (selbst eine begeistere Hobby- gärtnerin), die die Plantage 1956 von den Nachfahren Daniels und Martha erwarb, möglich, mit dem Gartenarchitekten Ralph Ellis Gunn, in 8 Jahren Kleinarbeit die Gärten und Gebäude zu restaurieren und rekonstruieren, wobei ihr Hauptaugenmerk auf der Rekonstruktion lag. So ist es Marthas Gartenbüchern, die sie von 1836 bis 1895, ein Jahr vor ihrem Tode führte, zu verdanken, dass die Plantage noch heute den Charme der Vergangenheit widerspiegelt. Aber es war nicht alles Gold was glänzte. Auch auf Rosedown lebten Sklaven. Nach einer Volkszählung im Jahre 1860 waren es 150 Sklaven die in 25 Häusern auf der Plantage ständig lebten. Aus weiteren Aufzeichnungen geht hervor, dass zu Erntezeiten bis zu 450 Sklaven auf der Plantage ihre Arbeit verrichteten. Machen wir uns nichts vor, nicht Martha lief gebückt durch den Garten um die Fläche, die damals 28 Hektar bedeckte, zu bepflanzen: Rosedowns arbeitsintensive Gärten wurden von einer versklavten afrikanischen Arbeiterschaft ermöglicht. Der Beitrag der Sklavenarbeit zum Bau und zur Erhaltung der Plantage sowie der Wohlstand und Reichtum der Landwirtschaft, den Daniel Turnbull aufgebaut hatte, war immens. Darüber hört man leider wenig in der ansonsten sehr guten und unterhaltsamen einstündigen Führung durch das Haus. Das Rosedown noch heute einen der intaktesten einheimischen Plantagenkomplexe im Süden der Vereinigten Staaten darstellt und noch heute auf eine perfekte Weise den Lebensstil des Antebellums verkörpert ist letztendlich dem Blut und dem Schweiß der Sklaven, die hier ihr Dasein fristeten, zu verdanken. Derzeit sind das Haupthaus, die historischen Gärten, 13 historische Gebäude sowie 371 Hektar Land der Rosedown Plantation als staatliche historische Stätte vom Office of State Parks erhalten. 2005 wurde Rosedown Plantation in das Register der National List of Historic Landmarks aufgenommen. Die Anfahrt: Rosedown Plantation befindet sich in der Gemeinde West Feliciana in St. Francisville entlang des LA- Highway 10. Egal aus welcher Richtung folgt man der US 61 bis zur Kreuzung zur LA-HW 10. Dieser folgt man für eine knappe ¼ Meile und biegt dann rechts auf die Einfahrt. Nach ca. einer weiteren 1/4 Meile erreicht man das Eingangstor. Zeitaufwand: Inkl. Führung mindestens 2 Stunden, besser wären schon 3 Stunden. Die Hausführung dauert etwa eine Stunde und der schöne Garten ist riesig. Wir hätten gerne mehr Zeit dort verbracht. Öffnungszeiten: Tägl. 9:00 - 17:00 Uhr außer Thanksgiving, Weihnachten und Neujahrstag Eintritt für Garten und Hausführung: (2017) Erwachsene 12 $ Rentner (ab 62 J.) 10 $ Schüler und Studenten (4 - 17) 6 $ Frei für Kinder bis 3 Jahren Eintritt für Garten: Erwachsene 7 $ Schüler und Studenten (4 - 17) 5 $ Frei für Kinder bis 3 Jahren Offizielle Webseite: Rosedown Plantation
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